Frauenfußball hat nichts mit Paralympics zu tun

Posted by - June 29, 2011 - in Styles

So spielt Deutschland!: „Hot Shots“ – die etwas andere EM.

Die Frauenfußball-Weltmeisterschaft wurde nun offiziell eröffnet. Das Deutsche Team konnte in einem durchwachsenen Spiel gegen Kanada einen 2-1 Sieg feiern. Eigentlich sollte man meinen, dass die  Akzeptanz für Frauenfußball schon seit Jahren vorhanden sei und ausverkaufte Stadien bei der WM im eigenen Land müssten einen ebenfalls optimistisch stimmen.

Doch die Männerwelt scheint weiterhin eher skeptisch zu bleiben. Vor allem die Herren aus der Formel 1 bedienten ordentlich Klischees und leisteten sich nach getaner Arbeit in Valencia einige Schnitzer in Interviwes zum Thema Frauen-WM.

Nico Rosberg meinte auf die Frage, ob er den Wettbewerb verfolgen würde, dass “man doch auch Paralympics schaue – Menschen, die nicht ganz so große Leistungen bringen können, aber es unter ihnen trotzdem spannend ist.” Herr Rosberg: Frauenfußball hat nichts mit den Paralympics zu tun. Auch Sauber-Pilot Sergio Perez schaute bei der entsprechenden Frage eher dumm aus der Wäsche: „Frauenfußball, was ist das? Gibt’s das überhaupt?“. Weltmeister Sebastian Vettel hat ebenfalls eher schlechte Sachkenntnis in Sachen Frauenfußball gezeigt. Auf die Frage, ob er am Sonntag dem Team von Silvia Neid zuschauen werde, fragte Vettel: „Wieso spielen die denn schon wieder? Ich dachte, die EM-Quali wäre vorbei?“. Auch Timo Glock verkaufte sich eher ungünstig – und das obwohl er sogar auf Einladung seines Sponsors das Finale in Frankfurt verfolgen soll. Sein Kommentar: „Ich hoffe halt mal, dass die sich nicht an den Haaren ziehen oder so, wenn die eine oder andere da mal eine Grätsche setzt“.

Jungs, die Frauen-WM findet dieses Jahr in Deutschland statt und wurde bereits eröffnet. Aber einige Dinge werden sich wohl nie ändern, vor Allem wenn’s um Fußball geht. Prost.

Foto | http://dbliedtner.files.wordpress.com/

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